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Gut zu wissen ...

Die Transpantaneira ...

eine 145 km lange, hochgelegte Schotterstrasse beginnt in Poconé, führt über exakt 122 kleine und grosse Holzbrücken (Stand: 16.10.2010) und endet in Porto Jofre


Im September 1973 verwirklichte die "Entwicklungsgesellschaft für Mato Grosso" (Codemat) ein zwanzig Jahre altes Versprechen: den Bau einer Strasse, quer durch das Überschwemmungsgebiet, mit dem Ziel, eine Nord-Süd-Verbindung zur Bundesstrasse BR-262 zu schaffen, die zwischen "Campo Grande" und "Corumbá" verläuft. Man hatte die Entwicklung des Pantanal als Rinderzuchtgebiet im Auge: Die Strasse sollte sowohl dem Abtransport der Rinder als auch dem Heranbringen von Gerät und Maschinen dienen und damit den kostentreibenden Lufttransport ablösen. Die 145 Kilometer dieser Strasse – von "Poconé", im nördlichen Mato Grosso, bis "Porto Jofre", an der Grenze zu "Mato Grosso do Sul" – wurde fertiggestellt, muss aber alljährlich an vielen Stellen wieder geflickt und neu aufgeschüttet werden.

Entlang der Transpantaneira befinden sich viele Unterkünfte (Pousadas), teilweise entstanden aus ehemaligen Fazendas, die sich ein zweites Standbein schaffen wollten.

In verschiedenen Reiseführern, Internetseiten sowie Berichten gibt es unterschiedliche Angaben der Länge der Transpantaneira, mal heisst es 142 km, mal 148 km und sogar 149 km (siehe Hinweisschild in Porto Jofre). Aber es sind tatsächlich von Poconé aus gemessen genau 144,82 km - laut verschiedenen Kilometerzählern unserer Fahrzeuge variiert diese Zahl zwischen 144,5 und 144,82 km. Wir haben mehrmals die Strecke abgefahren und unsere Tachometer kontrolliert, so dass die Transpantaneira tatsächlich 145 km lang ist.

Wir haben im Mai 2009 die wichtigsten Punkte in Poconé und der Transpantaneira per GPS gemessen und die GPS-Daten gespeichert. In Kürze werden wir Ihnen diese zugänglich machen und planen eine Landkarte über die Transpantaneira herzustellen und zu vertreiben (Fertigstellung etwa Mitte Januar 2010).

 

 

Hinweis:
Seit dem 15. Dezember 2008 gelten schärfere Auflagen bei einem Besuch des Pantanal. Wer das Weltnaturerbe in Mato Grosso auf eigene Faust besuchen will, dem wird nun der Zugang unter bestimmten Voraussetzungen verwehrt. Zwingend erforderlich ist ab sofort die vorherige Buchung einer Tour bei einer Reiseagentur inklusive registriertem Reiseführer oder die Vorausbuchung in einer der Lodgen entlang der Transpantaneira. Zudem müssen sämtliche Fahrzeuge, welche die Schotterpiste quer durch die einzigartige Naturlandschaft befahren wollen, zuvor bei den zuständigen Behörden registriert werden.


Die Behörden reagieren damit auf steigende Verunreinigung entlang der Transpantaneira sowie dem wilden Campieren von Backpackern in der Region, die oftmals auch Lagerfeuer entzünden, welche gerade in der Trockenzeit verheerende Brände auslösen können. Aber auch steigende Unfallzahlen mit Todesopfern, hierbei vornehmlich durch alkoholisierte brasilianische Touristen aufgrund mangelhafter Ortskenntnis verursacht, zwangen die Umweltwächter des grössten Feuchtgebietes der Erde zu den verschärften Auflagen.

Nachts wird die Einfahrt zur Transpantaneira nun komplett für den Autoverkehr geschlossen (22:00 bis 05:00 Uhr), tagsüber werden Rucksackreisende ohne entsprechende Buchung – aber auch Touristen mit einem Mietwagen – abgewiesen. Für einen unvergesslichen Aufenthalt im Pantanal ist es daher erforderlich, diesen unter fachkundiger Begleitung (registrierte Reiseführer und/oder durch registrierte Agenturen) und nach ausreichender Vorausplanung zu bereisen. Nähere Informationen über Touren ins Pantanal finden Sie auf unserer Webseite unter Tourprogramme.


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