[News vom: 08.05.2008]Preiserhöhungen bei Lebensmitteln fressen Erhöhung vo Mindestlohn auf
In 11 Metropolen des Landes müssen derzeit die Menschen prozentual gesehen mehr für den sogenannten Warenkorb ausgeben, als die Anpassung des gesetzlich festgelegten Grundeinkommens ausgemacht hat. Dies geht aus der monatlichen Erhebung des nationalen Preisindex seitens der Behörde für sozialökonomische Studien DIEESE hervor.
Bei der Erhebung wurden 16 Hauptstädte der Bundesstaaten untersucht. In Fortaleza, Belo Horizonte, Brasília, João Pessoa, Curitiba, Natal, Florianópolis, Recife, Rio de Janeiro, Salvador und Vitória liegt die Teuerungsrate bei über 9,21 Prozent. Um diesen Satz erhöhte sich am 01. März der jährlich angepasste brasilianische Mindestlohn. In Fortaleza wurde der höchste Wert mit 19,25 Prozent festgestellt. Nur in Belém, Porto Alegre, Aracaju, Goiânia und São Paulo fiel die Preissteigerung geringer aus. In Aracaju müssen die Menschen bei lediglich 1,24 Prozent Erhöhung nur geringfügig mehr ausgeben. Für den Leiter der Untersuchung ist eine Verteuerung über der Lohnerhöhung nicht das erste Mal vorgekommen. Daran sehe man zudem, wie notwendig die entsprechenden Anpassungen seitens der Regierung gewesen sind. Seiner Aussage nach sind vor allem massive Preisanstiege bei Bohnen, Sojaöl, Mehl, Brot und Milch für die Teuerung verantwortlich. Alleine in São Paulo ist der Preis der Bohnen bis Anfang April um 139 Prozent gestiegen und in den letzten vier Woche lediglich um 10 Prozent zurückgegangen. Diese Tendenz des leichten Rückgangs soll sich im Laufe des Jahres fortsetzen, so dass in den kommenden Monaten mit immer geringeren Teuerungsraten zu rechnen ist. Im vergangenen Monat wurde die sog. cesta básica, also der Warenkorb jedoch weiterhin in allen 16 untersuchten Städten teurer. Abermals war Fortaleza Spitzenreiter mit 7,84 Prozent, am niedrigsten fiel die Teuerung mit 1,73 Prozent in São Paulo aus. Für den Warenkorb, der so zusammengestellt ist, dass er eine vierköpfige Familie einen Monat versorgen sollte, muss man mittlerweile in Belo Horizonte mit 228,32 R$ am meisten bezahlen, dicht gefolgt von São Paulo mit 227,81 R$. Dies sind umgerechnet rund 88 Euro, der Brutto-Mindestlohn liegt derzeit bei 415 R$ oder 159 Euro. Betrachtet den Preis in Bezug auf das verfügbare Nettoeinkommen bei einem Mindestlohn, so muss ein Beschäftigter dafür laut Berechnungen der DIEESE 121 Stunden und 2 Minuten dafür arbeiten. Dies sind fast drei komplette Wochen. Quelle: Dietmar Lang für www.brasilienportal.ch |
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