Cuiabá - Hauptstadt des Bundesstaates Mato Grosso

Gründung: 8. April. 1719
Lage: 176 Meter über Meer
Bevölkerungszahl: 501.056 (Stand 2003)
Grösse: 3.984,9 km2
Bevölkerungsdichte: 113,88 Einw./km2
Regenzeit: November bis März 

Die Hauptstadt des Bundesstaates Mato Grosso fing einst als ein winziges Camp des Bandeirante Pascoal Moreira Cabral, aus São Paulo, an. Der hatte, mit anderen Abenteurern, an einem Flüsschen Gold entdeckt - das war im Jahr 1719. Cuiabá liegt im Norden des Pantanal-Gebiets, auf einer Höhe von 165 m über dem Meeresspiegel und hat 435.647 Einwohner. Die Stadt besetzt eine Fläche von 12.790 km2 und gruppiert sich hauptsächlich um die Quelle des Flüsschens "Corrego da Prainha" - dort, wo jener Miguel Sutil damals den grössten Goldfund aller Zeiten gemacht hat - erinnern Sie sich (sonst lesen Sie am besten einmal den Teil "Aus der Geschichte"). Heute zieht sich die Stadt bis hinunter zum Rio Cuiabá, der 3 km vom Stadtzentrum entfernt, die Hauptstadt einst von ihrer Schwesterstadt "Várzea Grande" trennte. Heute verbinden verschiedene Brücken die beiden, und der moderne Flughafen der Hauptstadt befindet sich auf dem Gelände der Schwesterstadt.

Cuiabá ist eine der heissesten Städte Brasiliens - 26˚C ist ein mittlerer Wert, aber wenn man von einer Mindesttemperatur von 10˚C (nachts, Juli/August) und einem Maximum von 42˚C (tags, Dezember/Februar) spricht, dann sollte man sich auf diese Gegend in punkto Kleidung sorgfältig vorbereiten. Es regnet ausgiebig in Cuiabá und oft in den Monaten Januar bis April -Jahresdurchschnitt sind um die 1.750 mm Niederschlag. Dafür ist es zwischen Mai bis fast Oktober ausgesprochen trocken. Beherrscht wird die Gegend allgemein durch die Vegetation des Cerrado, ausgenommen am Ufer des Rio Cuiabá, wo sich ein kleines Kontingent der "Reserva Florestal" des Distrikts befindet - das ist alles, was der Rodung und Erosion im Stadtgebiet bis heute widerstanden hat. Also erscheint uns auch der selbst zugestandene Begriff "Cidade Verde" (Grüne Stadt) ziemlich weit hergeholt, und die wenigen Grünanlagen der Stadt sind in der Regel, besonders während der trockenen Monate, staubbedeckt. Dann bietet die Stadt einen schmuddeligen, lehmfarbenen Anblick. 

Es gibt, vergleichsweise mit anderen Städten, in Cuiabá nicht viel zu sehen, wofür es sich lohnen würde, hier ein paar Tage zu verbringen, bevor man sich ins Abenteuer mit der Natur einlässt - im "Pantanal" oder in der "Chapada dos Guimarães". Cuiabá ist eher eine Durchgangsstadt für den Touristen, hat ein paar architektonische und kulturelle Sehenswürdigkeiten, die wir Ihnen im Anschluss auflisten. Auch ein paar Hotels, die wir empfehlen können und ein paar testwürdige Restaurants, in denen besonders Fisch aus dem Pantanal die Delikatesse ist, die Sie probieren sollten. 

Nehmen wir also an, Sie sind mit dem Flieger gegen Mittag in Cuiabá angekommen und möchten sich eine Nacht in einem schönen Hotel ausruhen, bevor es ins Pantanal weitergeht. Also haben Sie den ganzen Nachmittag vor sich, und wir zeigen Ihnen den wesentlichen Kern der Stadt in diesen paar Stunden: Fangen wir mit dem imposanten Gouverneurs-Palast an und den anderen historischen Gebäuden rund um den "Praça da República". Hier sind wir im Stadtzentrum, und hier gibt's ein bisschen Grün und auch ein paar Bänke zum Ausruhen. Auf der Kreuzung davor steht die Kathedrale der Stadt, die "Catedral Metropolitana", mit einem ansprechenden Äusseren, zwei Glockentürmen, und innen Fenster und Türen eingelegt mit bunten Glasmosaiken. Hinter dem Altar ein riesiges Mosaik des majestätischen Christus, erstellt von den Kindern der Stadt, und kleinere Mosaiken in den Seitenschiffen. 

Neben dieser Kirche befindet sich der "Praça Alencastro", ein anderer von Bäumen beschatteter Platz. Auf verschiedene Plätze der Stadt verteilt werden Sie offene Märkte mit Verkaufsständen entdecken, die alle möglichen Artikel des täglichen Bedarfs feilhalten. Zum Beispiel auf der "Praça Ipiranga", dort wo sich die Avenida "Isaac Póvoas" mit der Avenida "Tenente Coronel Duarte" kreuzt. Davor, auf einem Hügel, steht die Kirche "Nossa Senhora do Bom Despacho" aus dem Jahr 1720, in gotischem Baustil, inspiriert durch Notre Dame in Paris (so sagen die Beschreibungen). Das "Museu de Arte Sacra" befindet sich neben der Kirche.

Besuchen Sie den Stadtteil "Prainha", dort fand jener Miguel Sutil das viele Gold am Ufer des Flüsschens gleichen Namens, und hier nahm die Stadt ihren Anfang. Seite an Seite finden Sie dort die Kirche "Nossa Senhora do Rosário" und die Kapelle "Capela São Benedito" - beide aus dem Jahr 1722 - angelegt in barockem Baustil von den Sklaven der Minenschürfer. Interessantes Interior - beide Bauwerke stehen unter Denkmalschutz. 

Sehenswert die Museen für "Antropologia" (Anthropologie), "História Natural" (Naturgeschichte) und "Cultura Popular" (Volkskultur) - zusammengefasst in der "Fundação Cultural de Mato Grosso" an jenem schon erwähnten "Praça da Republica" - mit historischen Fotorafien, Dokumenten, Möbeln, religiöser Kunst, einer Galerie kontemporaner Kunst, ausgestopften Tieren, Steinen und Hölzern der Region, indianischen Artikeln und Waffen, archäologischen Funden und Keramiken. Das "Museu de Pedras Ramis Bucair" enthält 4.000 archäologische Exponate - auch den Oberschenkelknochen des Tyrannosaurus Rex, aus der "Chapada dos Guimarães", einen Meteoriten und Steinwerkzeuge aus der Neolithischen Epoche (Rua Geraldo Pimentel, 195).

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