Die FaunaDie Fauna des Pantanal besteht aus unzähligen Spezies. Einige sind auch in den benachbarten Ökosystemen vertreten (im Cerrado und im Amazonas), andere sind endemisch und kommen exklusiv im Pantanal vor. Das herausragende Symbol der pantanalensischen Fauna ist der "Tuiuiú-Storch" - auch "Jabirú" genannt - ein gigantischer Vogel, der die Aufmerksamkeit des Besuchers sowohl durch seine Grösse als auch durch seine Farben Weiss, Schwarz und Rot auf sich lenkt. Eine andere Tierart, die ebenfalls unmittelbar von diesem besonderen Ökosystem abhängig ist, ist der Brillenkaiman (Jacaré-de-papo-amarelo), häufig im gesamten Pantanal und leicht zu entdecken, wenn er ein Sonnenbad am Fluss- oder Seeufer nimmt - in der Regel innerhalb zahlreicher Artgenossen. Ein aufmerksames Ohr . . .SäugetiereVögelDie grossen Wasservögel ziehen die Aufmerksamkeit des Pantanal-Besuchers zuerst auf sich. Reiher (Garças), Schlangenhalsvögel (Biguás), Störche (Jabirús) und (Cabeça Secas) fallen zuerst auf. Die Nester der "Jabirú-Störche" entsprechen der Grösse ihrer Bewohner: riesige verflochtene Äste - ein Durchmesser von 2 Metern in der Regel - in schwindelnder Höhe eines alten Baumes, der den Eltern und ihren Jungen als Wohnung dient. Im Allgemeinen wird derselbe Baum über mehrere Jahre vom gleichen Storchenpaar als Wohnung benutzt. Neben den erwähnten Wasservögeln sind es besonders die bunten Aras und Papageien-Arten, welche die Region besonders für Vogelliebhaber interessant machen. Die Araras Azuls
(Hyazyinth-Aras) zum Beispiel, sind in anderen Gegenden Brasiliens fast
ausgestorben, können aber im Pantanal regelmässig beobachtet werden.
Die "Anhumas" fallen auf durch ihre besonders schrillen Warnrufe, mit
denen sie der gesamten Fauna signalisieren, wenn sich in ihrer Umgebung
eine verdächtige Bewegung bemerkbar macht. Aus diesem Grund nennt man
sie auch die "Schildwachen des Pantanal". Die Vielfalt der Vögel im
Pantanal ist ausserordentlich - mehr als 690 verschiedene Arten von
grossen und kleinen, bunten und lärmenden Vertretern der Vogelwelt kann
man hier begegnen - auf jeden Fall ein herrliches Spektakel.Reptilien
Auf den ersten Blick können Kaimane und Anacondas den Besucher wohl erschrecken, aber sie entzücken durchaus, wenn man ihnen ein bisschen länger zuschaut. Als Beutemacher der obersten Ernährungskategorie, sind sie sehr wichtig für das Gleichgewicht in der Pantanal-Fauna. Die Jagdmethode der Anaconda-Riesenschlange ist besonders interessant; sie umschlingt ihre Beute derart, dass der Tod durch Ersticken eintritt. Cágados (Landschildkröten), Jiboias (Boa Constrictor), Jararácas (Puffottern) und Lagartos (Eidechsen) - wie Tejús, Iguanas und die Víbora-do-Pantanal - können den Weg des Besuchers kreuzen - letztere kann eine Körperlänge von 1,5 Metern erreichen. Aber sie ist kein aggressives Tier und, trotz des gefährlichen Namens, ist sie nicht giftig und flüchtet stets, wenn sie sich bedroht fühlt. Fortsetzung Fauna |
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