Matogrossensische Küche

In dieser Region sind Flussfische, und die aus ihnen sehr schmackhaft zubereiteten Menüs, die Delikatessen. Besonders der "Pintado" (Pseudoplastystoma corruscans) ein Hautfisch (Wels), ohne Schuppen und ohne Gräten, ist eine Delikatesse. Eine der traditionellsten Zubereitungsformen aus diesem Fisch ist die so genannte "Mojica" - eine typische Spezialität aus der Küche des "Pantanal". Dazu werden Filet-Würfel des Fisches, zusammen mit Tomaten, Zwiebeln, Maniok-Stücken gekocht, gewürzt mit Suppengrün und Koriander. Oder wenn Sie mehr auf gebratenem Fisch stehen, ist das Rippenstück des "Pacu" (Piaractus mesopotamicus) zu empfehlen, als "Ventrecha" - von dem die Cuiabanos behaupten, wenn man ihn einmal gekostet hat, zöge es einen immer wieder hierher zurück! 

Als Beigaben sind üblich: Gekochter Reis, "Farofa de Banana" - das ist geröstetes Maniokmehl gemischt mit Bananenstückchen, gebratene Bananen extra und der schon einmal beschriebene "Pirão", mit Maniokmehl angedickter Fischsud. Und wenn es Sie nur nach einem Aperitif zum Bier, zum Beispiel, gelüstet, dann sind gebratene Filets von der "Piraputanga" (Brycon microlepis) ganz köstlich. 

Übrigens können Sie in Cuiabá den Fisch praktisch immer frisch vom Fang bekommen und das schmeckt man auch. Wenn dagegen die Schonzeit der Fische, die "Piracema", den Fang verbietet - zwischen November bis Februar (da sind Sie sowieso nicht im Pantanal, weil es dann manchmal tagelang regnet, und die Überschwemmungen den Tourismus ebenfalls behindern) - während dieser Zeit behelfen sich die Restaurants mit tiefgefrorener Ware. 

Selbstverständlich können Sie zu einem guten Fisch auch einen trockenen Weisswein in Cuiabá bekommen, oder einen herben Roten zum Fleisch Ihres "Churrasco". Und natürlich beide aus Brasilien. Die hiesige Produktion hat sich inzwischen nicht nur an Quantität, sondern vor allem auch in ihrer Qualität, bedeutend verbessert und, Sie werden sehen, man serviert ihn auch im heissen Brasilien mit der richtigen Temperatur, indem man ihn etwas herunterkühlt, denn in Cuiabá liegt die "Zimmertemperatur" eben nicht bei den erwünschten 20 C˚, und der Wein trinkt sich angenehmer bei dieser Hitze - sogar wenn er ein paar Grad kühler ist! Besonders der Weisse.

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