Tour 13: Parque Nacional das Emas, Goias (11 Tage/10 Nächte)

(Bundesstaat Goiás, 80 km von Mineiros entfernt, 508 km von Cuiabá, Mato Grosso)
Gegründet im Januar 1961, Gesamtfläche 1318 Quadratkilometer

Durchführung ab 2 Personen




Eines der sensibelsten Naturschutzgebiete Brasiliens ist der Nationalpark "Parque Nacional das Emas" in Goiás, der im Januar 1961 geschaffen wurde, um einen Teil des Biotops "Cerrado" - vor dem grossen Marsch nach Westen, der mit der Einweihung von Brasília einsetzte - in seiner Originalität zu bewahren, bevor es zu spät war.

1983 gab es einen großen Flächenbrand, der viele Teile des Parks zerstörte. Seit 2003 ist der Park wieder für die Bevölkerung täglich in der Zeit von 08:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet. Jährlich dürfen aber nur 3000 Touristen den Park besuchen. Die IBAMA (brasilianische Naturschutzbehörde) wacht streng darüber und forstet den Park wieder auf, was in großen Teilen gelungen ist. Wir, der Reiseveranstalter Pantanal-/Amazonas-Tours in Poconé – Mato Grosso mit Repräsentanz in Berlin, haben mit der IBAMA von Goiás einen Vertrag geschlossen, der uns erlaubt, 100 Touristen jährlich in den Park zu führen. Im Park selbst sowie in der unmittelbaren Umgebung gibt es keine Hotels oder brauchbaren Unterkünfte, auch keinerlei Infrastruktur, so dass man/frau immer die Anreise von der 80 km entfernten Stadt Mineiros in Kauf nehmen muß.

Ein Naturpark, in dem man erlebnisreiche und abenteuerliche Tage verbringen kann!


1. Tag:

Ankunft am Flughafen in Cuiabá. Sie werden von unseren Reiseführern abgeholt (je nach Wunsch englisch- oder deutschsprachig, je nach Verfügbarkeit). Fahrt entlang der Bundesstrasse BR070 durch die Kleinstädte Campo Verde u.a. bis nach Primavera do Leste, vorbei an kilometerlangen Soja-, Mais- und Baumwollfeldern (etwa 240 km).

In Primvavera do Leste leben etwa 48.300 Einwohner. Es ist für Mato Grosso gesehen eine sehr reiche Stadt (wegen der vielen Sojabauern). Das Zentrum bietet eine Vielzahl von interessanten Shopping-Möglichkeiten. Übernachtung im Tropical-Hotel oder im Master-Hotel in Primavera do  Leste. Alle Zimmer mit TV, Frigobar, Klimaanlage, Bad/Dusche und teilweise Internetanschluß (Hotel Master) im Tropical-Hotel mit Swimmingpool. Auf dem Weg nach Primavera do Leste Pause und Mittagessen in einem örtlichen Restaurant, je nach  Wunsch. Abendessen in Primavera do Leste, z.B. in einer typischen Churrascaria (Fleischrestaurant).


Araguaia Park-Hotel                       Blick vom Balkon                Barra do Garças by Night


2. Tag:

Nach dem Frühstück Weiterfahrt im klimatisierten Kleinbus bis nach Barra do Garças, am Rio Araguaia gelegen (etwa 280 km). Unterwegs Gelegenzeit zum Mittagessen bzw. Pause.

Dies ist der anstrengendste Teil der Reise, da hier ein Straßenteil von etwa 150 km total mit Schlaglöchern übersät ist und ein langsames, umsichtiges Fahren erfordert, was den Zeitplan etwas durcheinander bringen könnte.

In Barra do Garças leben etwa 53.500 Einwohner. Hier werden Sie im Araguaia-Park-Hotel übernachten, direkt am Rio Araguaia. Aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse mit vielen Schlaglöchern und viel Verkehr kann es unter Umständen zu einigen Zeitverzögerungen und einer ermüdenden Autofahrt kommen.


                             Serra o Roncador mit Bergen, Wasserfällen und Bächen

3. und 4. Tag:

Barra do Garças ist Ausgangspunkt zu einer Tour zu der „Gruta Azul“ und zu der „Serra o Roncador“ in der Nähe von Barra do Garças. Hier wird ein einheimischer Reiseführer mit uns zusammen die Touren durchführen (Wanderungen zu den Wasserfällen, Höhlen und Grotten), aber auch ein kurzes Relaxen oder Baden in den heißen Quellen von Aquas Quente wird auf Wunsch durchgeführt.

Höhlen- und Felmalereien in der Gruta Azul


5. bis 9. Tag:

Nach dem Frühstück geht es weiter von Barra do Garças nach Mineiros im Bundesstaat Goiás (etwa 180 km). Hier werden Sie im Hotel Dallas im Zentrum von Mineiros wohnen. Das Hotel ist neu renoviert und bietet einen sehr guten Komfort. Hier übernachten Sie in einer Suite mit TV, Klimaanlage, Stereoanlage, Minibar, Klimaanlage und Ventilator.

Hotel Dallas in Mineiros                                   Suite im Hotel Dallas                                   Empfangshalle des Hotels

Vom Hotel Dallas werden Sie Ihre täglichen Touren in den Parque Nacional das Emas starten (etwa 80 km). Ein Lunchpaket und Getränke müssen mitgenommen werden, da es in der Umgebung des Parque das Emas keinerlei Infrastruktur gibt. Begleiten wird uns der lokale Reiseführer Ednaldo, der auch von der IBAMA die Genehmigung hat, Touristen durch den Park zu führen.

Ednaldo Barros (Reiseführer im Parque das Emas), genannt "Marelo"

Der Nationalpark „Parque das Emas“ beheimatet viele Tier- und Pflanzenarten, mit viel Glück können Sie viele Vogelarten (auch Tucan und Hyazinth-Arara), Rehe, Hirsche, Tapire, Gürteltiere, Schlangen, Wasserschweine und viele anderen Tierarten in freier Wildbahn erleben. Der Park schützt auch den grössten Vogel Brasiliens, den "Ema" (Rhea americana), eine südamerikanische Straussenart, nach der das Schutzgebiet benannt wurde (nicht zu verwechseln mit dem australischen "Emu"). Des weiteren kommen im Park praktisch alle Arten von Cerrado-Vegetation vor, die in Brasilien innerhalb ihrer typischen Lebensgemeinschaften heimisch sind.

Zum Beispiel dem "Campo-Limpo", dem "Campo-Sujo", dem "Cerradão" und dem "Mata-Ciliar" (Galeriewald). Neben den Gramineae sind besonders häufig: Dalbergia, Campomanesia, Bowdichia, Qualea, Voshysia und Anacardium. Auf dem "Campo-Limpo" dominieren die Gräser, dazwischen findet man jedoch krüppelwüchsige Bäume, zwischen 5-6 Metern Höhe, einige mit Früchten, wie zum Beispiel der "Fruta-de-Ema", der "Caju" (Anacardium occidentalis, Lin.) oder dem "Murici" (Byrsonima sericea). Die immergrünen "Buritís" (Mauritia vinifera, Mart.) und "Copaíbas" (Copaifera officinalis, Lin.) fallen in den Galeriewäldern besonders auf.

Eine besondere Eigenheit dieser Savannenlandschaft sind die enormen Termitenhügel aus in der Sonne steinhart getrocknetem Lehm, die bis zu 2 Meter hoch werden können. In den feucht-warmen Sommernächten, zwischen Oktober und November, leuchten diese Termitenhügel in einem blaugrünen phosphorisierenden Licht zwischen dem dunklen Gras, eine fantastische Erscheinung - die von den Millionen von Termitenlarven produziert wird.


Das eigentliche Erlebnis im Park sind natürlich die typischen Tierarten der Cerrado-Landschaft und die Beobachtung ihrer Lebensgewohnheiten. Allen voran entdeckt man Gruppen von "Emas" (Rhea americana), die eine Körperhöhe von 1,50 bis 1,70 Meter erreichen und auch im höheren Gras leicht auszumachen sind. Es ist auch nicht schwer, den "Tamanduá-Bandeira" (Myrmecophaga tridactila), den grössten unter den Ameisenbären, bei einer seiner Lieblingsbeschäftigungen zu beobachten: dem Aufbrechen von Termitenhügeln, um an die Larven zu gelangen, die er mit seiner langen klebrigen Zunge dann herausholt. Auch zu entdecken im Park sind: die "Suçuarana" (Puma concolor) - der gelb-braune Puma, das "Tatu-Galinha" (Dasypus sexcinctus), eine Gürteltier-Art, die Wildente "Pato-Selvagem", den sonst besonders seltenen Königsgeier "Urubu-Rei" (Sarcoramphus papa), den fast ausgestorbenen "Arara-Canindé" (Ara araranna) und den Fasan "Perdiz" (Rhynchotus rufescens).

In den Galeriewäldern an den Ufern der Flüsse, leben "Macaco-Prego", der Kapuziner-Affe und der "Bugio", der Brüllaffe. Und wenn man ein bisschen Geduld hat, entdeckt man die anderen, zum Beispiel den scheuen "Lobo-Guará" (Chrysocyon brachyurus), den südamerikanischen Mähnenwolf, den "Cachorro-do-Mato" (Cedocyon), einen Wildhund, verschiedene Hirsche (Blastocerus dichotomus), "Siriemas" (Cariana), grau-blaue Laufvögel von 80-100 cm Höhe, mit orangeroten Beinen, und viele, sehr viele tropische Vogelarten.

Unter den Reptilien finden sich "Jacarés" (Caiman palpebrosus) Brillenkaimane, "Sucuris" (Eunectes murinus) Anaconda-Riesenschlangen und Giftschlangen, wie zum Beispiel die "Jararáca" (Bothrops jararaca).

 

9. bis 10. Tag:

Nach dem Frühstück werden wir den Bundesstaat Goiás verlassen und fahren die BR364 in Richtung Rondonopolis nach Chapada dos Guimarães (etwa 400 km), 70 km nördlich von Cuiabá. Die Straße führt uns durch die einmalige Schönheit (Serpentinenstraßen) des „São Jose do Povo“ und „Pedra Preta“ (Gebirge). In Rondonopolis werden Sie beim Tanken auf der Tankstelle eine kurze Erfrischungspause machen, um dann direkt nach Chapada dos Guimarães zu fahren.

Die einer Hochebene gleichende zerklüftete Chapada dos Guimarães bildet die Wasserscheide zwischen den Flußsystemen des Amazonas und des Rio Paraguay der als Rio de la Prata in Argentinien in den Atlantik mündet. Wasserfälle und unterirdische Grotten, bizarre Felsskulpturen, Hochebenen der Hitze und auch der Kälte ausgesetzt erreicht die Chapada am Berg São Jerônimo mit 836 Metern über dem Meer seinen höchsten Punkt grüne tropisch dichtbewachsene Schluchten, all dies bietet die Chapada und so zusammen genommen ein imponierendes Bild des Cerrado von Mato Grosso.


Im Zentrum liegt die gleichnamige Stadt, etwa 70 km nördlich von Cuiabá. Ältestes Gebäude in der kleinen, sehr attraktiven Stadt ist die 1779 errichtete Kirche Nossa Senhora Santana do Santissimo Sacramento.

Nach dem Frühstück Besuch des National Parks. Während der Wanderung durch das Hochland hat man die Gelegenheit ein Bad unter einem der vielen Wasserfälle zu nehmen. Besuch der Höhle Casa de Pedra (mit einem unterirdischen Fluss), Aussicht von Morro de São Jerônimo, der höchste Wasserfall der Region Véu de Noiva mit einer Höhe von 96 m der in einen majestätischen Canyon fällt.          
 

11. Tag:

Je nach Weiterflug morgens oder am frühen Nachmittag Rückfahrt nach Cuiabá zum Flughafen.
Verlängerungstage oder Anschlusstour in das Pantanal möglich, auf Anfrage.

Hinweis

Die Touren werden den örtlichen Gegebenheiten angepasst, Änderungen des Programms bleibt vorbehalten. Das Rauchen ist im Parque Nacional das Emas strengstens verboten und wird bestraft.

Preisliste

Anzahl der Personen
2 Personen 3 - 4 Personen 5 - 6 Personen

2978,00 €2570,00 €2165,00 €
Alle Preise pro Person (gültig bis 23.12.2010).

Folgende Leistungen sind in den Preisen enthalten:

24-stündige Betreuung durch ausgebildeten Reiseführer (englisch-, deutschsprachig).
Alle Transfers, Fahrten im klimatisierten Kleinbus inkl. aller Benzinkosten.
Betreuung durch zusätzliche örtliche Reiseführer in Barra do Garças und Mineiros.
Alle Touren per Auto, zu Fuß, evtl. per Pferd und per Boot.
1 Übernachtung mit Frühstück im Tropical- oder Master-Hotel in Primavera do Leste.
3 Übernachtungen mit Frühstück im Araguaia-Park-Hotel in Barra do Garças.
4 Übernachtungen mit Frühstück im Hotel Dallas in Mineiros.
2 Übernachtungen mit Frühstück in der Pousada Penhasco in Chapada dos Guimarães.
Mittag- und Abendessen in regionalen normalen Restaurants nach Ihrer Wahl in den jeweiligen Aufenthaltsorten.
Sämtliche Nationalparkgebühren.

Nicht im Preis enthalten:

Getränke, persönliche Ausgaben. Trinkgelder.

Reisepreissicherungsschein:

Sollten Sie noch andere Packages bzw. Flüge über uns buchen, erhalten Sie zusammen mit den Unterlagen den Reisepreissicherungsschein, da wir laut Gesetzgeber nur bei Buchung einer Pauschalreise verpflichtet sind, einen Reisepreissicherungsschein auszustellen. Bei der Buchung eines einzelnen Packages ohne weiteren Leistungen erhalten Sie keinen Reisepreissicherungsschein.