Tour 2.1: Pantanal - Bush - Camping- and Lodge-Safari

The jaguar on the trace

6 days/5 nights


Bei dieser Tour können Sie das wirkliche Abenteuer erleben, denn die Tour wird während dieser 6 Tagen je nach klimatischen und saisonal bedingten Bedingungen sowie Ihrer körperlichen Konstitution jeweils anders verlaufen. Da Sie in die momentan tierreichsten Gegenden des Pantanal vorstossen werden, werdn Sie verschiedene Regionen des Pantanals besuchen. Fern von jeglichen Touristenrouten errichten Sie Ihr Busch-Camp und schlafen in Zelten oder Hängematten. Das Essen, welches Sie zum Teil selbst angeln oder sammeln, wird auf dem Lagerfeuer zubereitet und höchstwahrscheinlich werden Sie den Jaguar zumindest hören! Uns ist es wichtig Ihnen soweit wie möglich das ursprüngliche Pantanal zu zeigen!


1. Tag: Cuiabá - Fazenda Rio Clarinho

Abholung am Flughafen in Cuiabá durch unseren Reiseführer namens Helio de Jesus. Fahrt von etwa 110 km bis nach Poconé auf asphaltierten Strassen. In Poconé angekommen werden Sie in einer typisch brasilianischen Familie zu Mittag essen und die einheimische matogrossensische Küche geniessen (von der Ankunftszeit  am Flughafen abhängig). Nach dem Mittagessen geht es in einen Supermarkt in Pocone, um die wichtigsten  Lebensmittel und Getränke für Ihre Busch-Camptour einzukaufen (bitte decken Sie sich mit genügend Wasser ein, Lebensmittel im Preis inklusive, Getränke nicht inklusive, wobei eine Notration an Wasser zur Verfügung steht), danach Fahrt zur ersten Unterkunft, der Fazenda Rio Clarinho (etwa 42 km von Poconé entfernt) mit mehreren Stopps zur Beobachtung der Flora und Fauna entlang der Transpantaneira. Ankunft in der Lodge, etwa 2 km von der Transpantaneira am Ufer des Rio Clarinho gelegen.

Nach Ankunft Errichtung des Camps (Zelt aufbauen) auf dem Gelände der Lodge oder im nahe gelegenen Galeriewald in der Nähe der Lodge (das Abendessen wird in der Lodge eingenommen, Duschen können ebenfalls dort benutzt werden). Am Nachmittag wird noch eine Reittour auf dem Gelände der ehemaligen Fazenda durchgeführt, vom Pferd aus hat man die besten Möglichkeiten das Pantanal zu erkunden. Nach dem Abendessen Gelegenheit zur Nachtsafari um nachtaktive Tiere aufzuspüren. Nach Wahl können Sie draussen in einer Hängematte oder im Zelt schlafen.


2. Tag: Fazenda Rio Clarinho - Porto Jofre

Sonnenaufgangstour gegen 5 Uhr. Erleben Sie den Sonnenaufgang auf dem Rio Clarinho sowie das Erwachen der Tierwelt im Pantanal, ein einmaliges Naturschauspiel, was Sie sich in keinem Fall entgehen lassen sollten. Nach dem Frühstück werden Sie einen ersten Überblick über die Vielfalt der Vegetation sowie der Vogel- und Tierwelt während  einer Wanderung erhalten. Sie suchen die Nester des Jabiru-Storches (Juni bis September)  und den blauenHyazinth-Ara sowie weitere Vogelarten. Im Anschluss Fahrt entlang der Transpantaneira bis zum Endpunkt namens Porto Jofre. Hier werden Sie erneut Ihr Camp aufschlagen und inmitten der Natur, am Fluss Rio Cuiaba übernachten.

Das Essen werden Sie zusammen mit Ihrem Reiseführer (Helio) zubereiten. Nach dem Mittagessen im Camp sowie einer Siesta z.B. in der Hängematte haben Sie bei einem Pferdeausritt eine der besten Möglichkeiten das Pantanal zu erkunden. Nach dem Abendessen geht es erneut auf Tour um Kaimane und nachtaktive Tiere aufzuspüren.

3.-5. Tag: Busch-Camping inmitten des Cerrado in unberührter Natur

Am Morgen heisst es wieder Sachen zusammenpacken. Sie haben die letzte Möglichkeit für die nächsten Tage unter zivilisierten Verhältnissen zu duschen. Es geht tiefer in den Cerrado hinein und Sie befinden sich inmitten unberührter Natur, im Gebiet des Rio Tres Irmãos, Rio Sãp Lourenço und Rio Piquiri, wo Sie jeweils abends das Camp aufschlagen werden.

Per Boot geht es entlang des Flussystems in eine unberührte Naturlandschaft des Pantanal, um Jaguare, Tapire, Riesenotter und andere Tierarten aufzuspüren. Mit Hilfe der mitgebrachten Lebensmittel und Getränke werden Sie zusammen mit Ihrem Reiseleiter die täglichen Mahlzeiten selbst zubereiten, auch Ihre eventuell  frisch gefangenen Fische werden zu einem köstlichen Gericht verarbeitet. Unser  Spezialist im Pantanal (Helio) zeigt und erklärt Ihnen, wie man ohne grossen Komfort im Busch überleben kann.


Mit dem zur Verfügung stehenden Boot werden Sie tägliche Touren entlang des Rio Cuiaba und seinen Nebenflüssen, z. B. dem Rio Piquiri unternehmen, um jede Menge Tierarten aufzuspüren und zu erleben. Mit etwas Glück werdet Sie auch einen Jaguar beobachten können, die hier in dieser Gegend sehr häufig anzutreffen sind. Es ist zu beachten, dass Sie unbedingt den Anweisungen des Reiseführers folgen leisten, um sich keinen unnötigen Gefahren auszusetzen. Täglich werden mit Scheinwerfern und Taschenlampen Nachtsafaris zum Aufspüren von nachtaktiven Tieren durchgeführt. Auch werden täglich Angeltouren durchgeführt, um Ihren täglichen Speiseplan zu bereichern. Waschen im Fluss, Trinkwasser wird mitgenommen. Übernachtung im Camp.

5. Tag: Buschcamp - Pousada Pouso Alegre

Nach dem selbst gemachten Frühstück werden das Zelt und die anderen Utensilien verstaut und Sie fahren mit dem Boot zurück nach Porto Jofre. Mit dem Fahrzeug geht es entlang die Transpantaneira zur Pousada Pouso Alegre. Auf dem Weg dorthin werden mehrere Stopps eingelegt, um die Flora und Fauna entlang der Straße zu beobachten und zu fotografieren. In unmittelbarer Nähe der Fazenda finden sich viele Hyazinth-Aras, man hört sie schon von Weitem und muß nur noch die Stimmen orten, um sie dann in den Ölpalmen anzutreffen. Gerade in der Mittagszeit ziehen sie sich darin zurück, um der Hitze auszuweichen. Damit ergeben sich hervorragende  Möglichkeiten, die Vögel zu beobachten und zu fotografieren.

Mittagessen in der Lodge. Nach dem Mittagessen wird eine ausgiebige Reittour auf  em Gelände der Fazenda durchgeführt, bei der Sie jede Menge Tiere erleben und beoabachten können. Mit viel Glück entdecken Sie den Riesentukan, Nandu, Jabiru-Storch, Nasen-, Wasch- und Ameisenbären, Wasserschweine, aber auch große  Ansammlungen von Kaimanen sind hier häufig zu beobachten. Diese Fazenda ist für Naturliebhaber und Fotografen ein Muss. Nach dem Abendessen in der Lodge wird erneut eine Nachtsafari zur Beboachtung und zum Aufspüren von nachtaktiven Tieren durchgeführt.


6th day: Pousada Pouso Alegre - Cuiabá

Heute heisst es (auf Wunsch, keine Pflicht) früh aufstehen, um 5 Uhr sollten Sie sich das Erwachen der Tiere im Pantanal ein letztes Mal nicht entgehen lassen und dieses einmalige Naturschauspiel geniessen (Sonnenaufgangstour). Nach dem Frühstück beginnt ein Ausflug in den nahe gelegenen Wald und die Umgebung der Lodge zur Beobachtung der Flora und Fauna im Pantanal. Transfer zum Flughafen in Cuiaba (je nach Abflugzeit).

Prices per person:

periods 2-3 persons
4-6 persons
7-8 persons
18.05.-23.05.2009
1050,00 €850,00 €795,00 €
25.05.-30.05.2009
1050,00 €850,00 €795,00 €
22.06.-27.06.2009
1050,00 €850,00 €
795,00 €
29.06.-04.07.2009
1050,00 €850,00 €795,00 €
13.07.-17.07.2009
1050,00 €850,00 €
795,00 €
20.07.-25.07.2009
1050,00 €850,00 €
795,00 €
03.08.-08.08.2009
1050,00 €850,00 €
795,00 €
17.08.-22.08.2009
1050,00 €850,00 €
795,00 €
24.08.-29.08.2009
1050,00 €850,00 €
795,00 €
14.09.-19.09.2009
1050,00 €850,00 €
795,00 €
05.10.-10.10.2009
1050,00 €850,00 €
795,00 €
12.10.-17.10.2009
1050,00 €850,00 €
795,00 €
19.10.-24.10.2009
1050,00 €850,00 €
795,00 €
26.10.-31.10.2009
1050,00 €850,00 €
795,00 €
02.11.-07.11.2009
1050,00 €850,00 €
795,00 €
09.11.-14.11.2009
1050,00 €850,00 €
795,00 €
All prices per person. Prices valid until 14.11.2009.

Leistungen (inklusive):

1 Übernachtung in der Fazenda Rio Clarinho mit Vollpension (Zelt, Hängematte oder Doppel-, Dreibett- bzw. Vierbettzimmer), Zimmer mit Bad/Dusche und Ventilator.
1 Übernachtung in der Pousada Pouso Alegre mit Vollpension im Doppel-, Dreibett- oder Vierbettzimmer mit Bad/Dusche, Ventilator.
3 Übernachtungen im Zelt inmitten der Natur (Buschcamp) mit Vollpension (selbst kochen etc.).
Alle Transfers, alle Touren wie im Programm beschrieben, 24-stündige Betreuung durch englischsprachigen, erfahrenen Reiseführer.

Nicht inklusive sind:

Getränke, persönliche Ausgaben, Trinkgelder.

Ausrüstung:

Gutes Schuhwerk (leichte Wanderschuhe), lange Jeans oder Trekkinghose, Hemd oder  Bluse mit langen Ärmeln, T-Shirts und Shirts zum Schlafen, Hut, Mütze  oder Kopftuch, Sonnen- und Mückenschutz. Keine schwarzen Kleider, da schwarz  die Mücken anzieht. Sweatshirt, Pullover oder Faserpelz vom Juni bis September,  da es abends schon einmal empfindlich kalt werden kann. Gelbfieber-Schutzimpfung  dringend empfohlen. Taschenlampe, leichter Regenschutz. Sommerschlafsack. Eine gute körperliche Konstitution ist erforderlich.

Hinweis:

Das gesamte Equipement wie Zelt, Isomatten, Kochgeschirr, Boot, Kühlbox, Getränke (Getränke zum Verkauf, nicht inklusive) usw. werden von uns zur Verfügung gestellt.

DER JAGUAR

Portugiesisch: Onça-pintada
Familie: Felidae
Spezies: Panthera onça
Deutsch/Englisch: Jaguar


Kopf und Körper zwischen 112 und 185 cm – Schwanz zwischen 45 und 75 cm. Er ist dafür bekannt das kräftigste Gebiss aller Wildkatzen zu haben, obwohl seine Grösse nicht die von Löwen oder Tigern erreicht. Nichtdestotrotz beträgt das durchschnittliche Gewicht eines Männchens 103 kg, wobei schon vom Fang über 150 kg schwerer Jaguare im Pantanal berichtet wurde. Der gefleckte Jaguar, auch "Jaguaretê" von den Einheimischen genannt, ist die grösste Katzenart Amerikas. Zur Familie gehören acht Untergruppen, die ebenfalls im amerikanischen Kontinent beheimatet sind. Der gefleckte Jaguar tritt auch als schwarze Mutation auf (Melanismus) - man spricht dann von der "Onça-preta" oder auch "Pantera-negra", die im Amazonasgebiet häufig ist. In Wahrheit besitzt dieser "Schwärzling" das gleiche Fleckenmuster wie sein hellerer Vetter - je nach Lichteinfall kann man die noch dunkleren schwarzen Flecken, charakteristisch für diese Spezies, zwischen dem etwas helleren Schwarzbraun erkennen.

Der Jaguar ist ein Wanderer – auf der Suche nach Beute legt er in kürzester Zeit bis zu 30 km zurück. Daher erfordert es einige Zeit und Geduld, will man das Tier tagsüber beobachten. Wenn er in einem bestimmten Gebiet ein Tier schlägt, meidet er dieselbe Gegend über lange Zeit. Dieses Verhalten ermöglicht der Natur den Bestand der Beute-Tierart wieder zu ergänzen, bis der Jaguar dann dort wieder zuschlägt. Aus dieser Verhaltensweise folgt auch, dass sein Jagdterritorium sehr gross sein muss. Es geschieht auch nur ausnahmsweise, dass sich zwei Jaguare im gleichen Gebiet aufhalten, es sei denn, während der Paarungszeit, wenn nämlich mehrere Männchen ein Weibchen hofieren.


Der Jaguar ist sowohl tag- als auch nachtaktiv – vor allem ein Einzelgänger, der den Boden als sein Revier vorzieht – aber man hat ihn auch als exzellenten Schwimmer beobachtet, der das Wasser mag. Er zeigt sich auch als guter Kletterer, dem kein Baum zu hoch oder zu schwierig ist. Er bewohnt Dschungel, Cerrados, Sümpfe mit dichtem Dickicht. Seine häufigsten Beutetiere sind: Wasserschweine, Wildschweine (Catetos), Hirsche, Kaimane, Rehwild, Fischotter und Fische. Der Jaguar greift selten Menschen an – und wenn dies einmal geschah, dann kamen die meisten mit dem Leben davon - und das beweist, dass jener "Angriff" wohl eher ein Akt der Verteidigung gewesen sein muss, denn ein gezielter Angriff, sonst hätten die betroffenen Personen gegen die Kraft und Agilität dieser Grosskatze nicht die mindeste Chance gehabt. Es ist viel wahrscheinlicher, dass ein Mensch, der sich im Dschungel herumtreibt, nie einen Jaguar zu Gesicht bekommt, als dass dieses Tier ihn angreift.

Der menschliche Geruch ist bereits ein Zeichen von Gefahr für diese Grosskatze, und sie entfernt sich noch ehe man sie zu Gesicht bekommt. Der Jaguar steht auf der Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten in Brasilien. Der Hauptgrund dafür ist die Zerstörung der Wälder - aber auch die gnadenlose Jagd trägt direkt zu seiner Eliminierung bei.

Besonderheiten

Ein männlicher Jaguar kann zwischen 90 und 120 kg wiegen – die Weibchen zwischen 60 und 90 kg. Es gibt Informationen über Exemplare von bis zu 158 kg. Die Tragzeit beträgt 93 bis 105 Tage. Der Wurf liegt zwischen einem und vier Jungen, die bei der Geburt zwischen 700 bis 900 Gramm wiegen. Sie öffnen ihre Augen nach drei, bis manchmal nach 13 Tagen, und werden bis zum fünften bis sechsten Monat gesäugt. Sie bleiben in Obhut der Mutter bis zum zweiten Lebensjahr und erreichen ihre geschlechtliche Reife zwischen zwei und vier Jahren. In Gefangenschaft wurde ein Jaguar 24 Jahre alt. Während der 60er Jahre wurden pro Jahr um die 15.000 Exemplare allein in Amazonien abgeschossen, um den internationalen Pelzmarkt zu beliefern.